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Die Florida Series LLC

Am 1. Juli 2026 ist in Florida ein Gesetz in Kraft getreten, das in den USA für erhebliche Aufmerksamkeit sorgt und im deutschsprachigen Raum bisher praktisch niemand behandelt hat: die Florida Protected Series LLC.

Florida gehört damit zu der noch immer überschaubaren Gruppe von US-Bundesstaaten, in denen eine einzige LLC intern mehrere haftungsgetrennte „Serien“ bilden kann.
Für Immobilieninvestoren, Unternehmer mit mehreren Geschäftszweigen und international aufgestellte Gründer ist das eine strukturelle Neuerung, die man kennen sollte, bevor man die nächste zweite, dritte oder zehnte LLC gründet.

In diesem Artikel erkläre ich, was eine Series LLC überhaupt ist, was Florida jetzt konkret eingeführt hat, wie die Gründung praktisch abläuft, welche steuerlichen Folgen das hat, für wen sich die Struktur eignet und, mindestens genauso wichtig, für wen sie sich ausdrücklich nicht eignet.

Was ist eine Series LLC?

Eine gewöhnliche LLC bietet einen vertikalen Haftungsschirm: Die Gesellschaft haftet für ihre Verbindlichkeiten, die Gesellschafter persönlich grundsätzlich nicht. Wer mehrere riskante Vermögenswerte hält, etwa mehrere vermietete Immobilien, stößt mit einer einzigen LLC aber schnell an eine Grenze: Alle Objekte liegen in einem Topf. Ein Rechtsstreit rund um Objekt Nummer drei gefährdet auch Objekt eins, zwei und vier. Die klassische Antwort darauf lautet: pro Objekt eine eigene LLC. Das funktioniert, wird aber mit jeder weiteren Gesellschaft teurer und verwaltungsintensiver.

Die Series LLC löst dieses Problem anders. Eine einzige „Mutter-LLC“ (im Gesetz: series LLC oder parent) kann intern mehrere geschützte Serien (protected series) bilden. Jede Serie kann eigene Vermögenswerte halten, eigene Verträge schließen, eigene Member und Manager haben, einen eigenen Geschäftszweck verfolgen und eigene Verbindlichkeiten eingehen. Der entscheidende Punkt ist der zweite, horizontale Haftungsschirm: Die Verbindlichkeiten einer Serie sind grundsätzlich nicht gegen das Vermögen einer anderen Serie oder der Mutter-LLC vollstreckbar. Ein Urteil gegen Serie A bleibt in Serie A.

Man kann sich die Struktur wie ein Mehrfamilienhaus vorstellen: ein Gebäude (die Mutter-LLC), viele abgeschlossene Wohnungen (die Serien). Ein Wasserschaden in Wohnung 3 flutet nicht automatisch das ganze Haus. Zumindest in der Theorie, dazu später mehr.

Erfunden hat das Konzept Delaware, bereits 1996. Seitdem haben nur wenige Staaten nachgezogen, darunter Illinois, Nevada, Wyoming und Texas. Florida hat sich fast drei Jahrzehnte Zeit gelassen, und das bewusst: Als der Staat 2013 sein LLC-Recht komplett überarbeitete, prüfte die zuständige Kommission der Florida Bar eine Series-Regelung und verwarf sie. Die Sorge damals: Kleinunternehmer würden die Komplexität der Struktur unterschätzen, die strengen Trennungspflichten verletzen und am Ende ohne den Schutz dastehen, für den sie bezahlt haben. Diese Sorge ist auch 2026 nicht verschwunden, aber der Gesetzgeber hat sie diesmal anders beantwortet: mit einem Gesetz, das die Pflichten und die Konsequenzen ihrer Verletzung ausdrücklich in den Gesetzestext schreibt.

Was Florida jetzt eingeführt hat

Gouverneur Ron DeSantis hat die Senate Bill 316 am 20. Juni 2025 unterzeichnet. In Kraft getreten ist das Gesetz mit bewusster Verzögerung am 1. Juli 2026. Die neuen Regelungen stehen in den Sections 605.2101 bis 605.2802 der Florida Statutes und heißen offiziell „Uniform Protected Series Provisions“. Die lange Vorlaufzeit hatte das Florida Department of State selbst erbeten, um Formulare, Software und Verfahren für die neuen Einreichungen aufzubauen.

Inhaltlich orientiert sich Florida am Uniform Protected Series Act (UPSA), einem Modellgesetz der Uniform Law Commission. Das ist ein wichtiger Qualitätsunterschied zu den älteren Series-Gesetzen mancher Vorgängerstaaten, die eher Flickwerk waren: Florida bekommt von Anfang an einen in sich geschlossenen, mit dem bestehenden LLC-Recht verzahnten Rahmen, an dem die Drafting-Kommission der Florida Bar mitgearbeitet hat. Florida erkennt außerdem fremde (also in anderen Bundesstaaten gegründete) Series LLCs an, die sich in Florida registrieren.

Ein Detail, das viele überraschen wird: Man kann in Florida keine „Series LLC“ als neuen Gesellschaftstyp gründen. Es gibt kein eigenes Gründungsformular dafür. Stattdessen wird eine ganz normale, aktive Florida-LLC dadurch zur Series LLC, dass sie ihre erste geschützte Serie designiert. Bestehende Florida-LLCs können die Struktur also genauso nutzen wie Neugründungen.

So läuft es praktisch ab

Der Ablauf ist erfreulich unbürokratisch, jedenfalls auf der Ebene des Staates:

Schritt 1: Florida-LLC gründen oder nutzen. Ausgangspunkt ist immer eine aktive Florida-LLC. Die Gründung kostet wie gehabt 125 Dollar (100 Dollar Filing Fee plus 25 Dollar Registered-Agent-Designierung).

Schritt 2: Designation of Protected Series einreichen. Seit dem 1. Juli 2026 kann jede aktive Florida-LLC online über Sunbiz eine „Designation of Protected Series“ einreichen. Die Gebühr beträgt 25 Dollar pro Serie, und die Einreichung ist ausschließlich online möglich. Benötigt werden die Dokumentnummer der LLC und der gewünschte Serienname. Intern verlangt das Gesetz für die Bildung einer Serie die Zustimmung aller Member, sofern das Operating Agreement keine niedrigere Schwelle vorsieht.

Schritt 3: Namensregeln beachten. Jeder Serienname muss mit dem vollständigen Namen der Mutter-LLC beginnen und den Zusatz „Protected Series“ oder die Abkürzung „P.S.“ enthalten. Aus „Sunshine Holdings LLC“ wird also etwa „Sunshine Holdings LLC Protected Series Alpha“. Unterserien (Serien innerhalb von Serien) sind nicht zulässig.

Schritt 4: Es bleibt bei einem Annual Report. Die geschützte Serie ist keine eigenständige juristische Person. Sie bekommt keine eigene Dokumentnummer, keine eigene Sunbiz-Seite und reicht keinen eigenen Annual Report ein. Die Mutter-LLC reicht wie bisher ihren einen Annual Report ein (138,75 Dollar), und dieser listet automatisch alle designierten Serien auf. Wer Floridas Fristenregime kennt, weiß, was das wert ist: Statt zehn Reports mit jeweils drohender 400-Dollar-Strafe bei Fristversäumnis gibt es genau eine Frist, den 1. Mai.

Rechtlich ist die Serie ein Zwitter: Sie ist keine eigene juristische Person, wird aber für Haftungszwecke und unter dem Uniform Commercial Code wie eine eigene „Person“ behandelt. Sie kann im eigenen Namen Verträge schließen, Eigentum halten, klagen und verklagt werden.

Die Rechenaufgabe: Series LLC gegen zehn einzelne LLCs

Nehmen wir den Standardfall, für den die Struktur gebaut wurde: zehn Mietobjekte in Florida.

Zehn einzelne LLCsEine Series LLC
Gründung10 × $125 = $1.2501 × $125 + 10 × $25 = $375
Annual Reports10 × $138,75 = $1.387,50/Jahr1 × $138,75/Jahr
Registered Agentbis zu 10 Verträge1 Vertrag
Fristen10 × Risiko der $400-Late-Fee1 Frist (1. Mai)

Auf dem Papier ist das eine Ersparnis von über 1.200 Dollar pro Jahr, Tendenz steigend mit jedem weiteren Objekt. Aber diese Rechnung ist unvollständig, und wer sie für die ganze Wahrheit hält, tappt genau in die Falle, vor der die Florida Bar schon 2013 gewarnt hat. Denn die eigentlichen Kosten der Series LLC stecken nicht in den Staatsgebühren, sondern in der Betriebsdisziplin.

Die Pflichtenseite: Buchführung als Existenzbedingung

Der horizontale Haftungsschirm ist an eine Bedingung geknüpft, und das Gesetz formuliert sie unmissverständlich: strikte, laufend geführte Aufzeichnungen, die die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten jeder Serie klar von jeder anderen Serie und von der Mutter-LLC trennen. Der Maßstab ist der einer verständigen, unbeteiligten Person: Sie muss anhand der Unterlagen jeden Vermögenswert identifizieren, ihn von den Vermögenswerten anderer Serien unterscheiden und nachvollziehen können, wann und wie die Serie ihn erworben hat. Stammt ein Vermögenswert von der Mutter-LLC oder einer anderen Serie, muss auch die Gegenleistung dokumentiert sein.

In der Praxis bedeutet das: Jede Serie braucht ihr eigenes Bankkonto, ihre eigenen Versicherungspolicen, ihre eigenen Verträge und ihre eigene Buchhaltung. Vermögenswerte dürfen nicht zwischen Serien hin- und hergeschoben oder als austauschbar behandelt werden. Interne Transfers zwischen Serien müssen so sauber dokumentiert werden wie Geschäfte zwischen fremden Dritten.

Wer diese Trennung verletzt, riskiert nicht nur den horizontalen Schirm zwischen den Serien. Gläubiger können dann unter Umständen beide Schirme durchstoßen, auch den vertikalen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter. Die Series LLC ist damit kein Werkzeug für Gründer, die schon mit der Buchhaltung einer einzigen LLC auf Kriegsfuß stehen. Sie ist ein Werkzeug für Leute, die ohnehin diszipliniert trennen und dafür belohnt werden wollen, dass sie es nur noch einmal statt zehnmal beim Staat anmelden müssen.

Steuern: Auf Bundesebene zählt jede Serie einzeln

Steuerlich wird es interessant, und zwar auf eine Weise, die viele Kostenvorteile relativiert.

Der IRS hat bereits 2010 Proposed Regulations veröffentlicht, nach denen jede Serie einer Series LLC für Bundessteuerzwecke als eigenständige Einheit behandelt wird. Diese Regulations sind bis heute nicht finalisiert, werden in der Praxis aber allgemein als Maßstab herangezogen. Die Konsequenz: Jede Serie durchläuft ihre eigene Check-the-Box-Klassifizierung. Eine Serie mit einem Eigentümer ist standardmäßig eine Disregarded Entity, eine Serie mit mehreren Eigentümern standardmäßig eine Partnership, und jede Serie kann separat zur Corporation optieren. Serien, die als eigenständig behandelt werden, benötigen in der Regel jeweils eine eigene EIN und geben gegebenenfalls eigene Steuererklärungen ab.

Wichtig für ausländische Eigentümer: Eine ausländisch gehaltene Single-Member-LLC muss bekanntlich jährlich das Formular 5472 mit Pro-forma-1120 einreichen, bei Strafen von 25.000 Dollar aufwärts pro Versäumnis. Behandelt der IRS jede Serie als eigene Disregarded Entity, spricht vieles dafür, dass diese Meldepflicht pro Serie greift. Aus einer Meldung werden dann zehn. Die administrative Ersparnis auf Staatsebene wird auf Bundesebene teilweise wieder aufgefressen. Wer eine Series-Struktur mit Auslandsbezug plant, sollte diesen Punkt zwingend vorab mit einem US-Steuerberater klären.

Auf der Ebene der Bundesstaaten ist das Bild uneinheitlich: Manche Staaten folgen der Bundeslinie und behandeln jede Serie als eigenen Steuerpflichtigen, andere besteuern die gesamte Struktur als eine Einheit, viele haben schlicht keine Regelung. Florida selbst kennt bekanntlich keine State Income Tax für natürliche Personen; Corporations zahlen 5,5 Prozent.

Und der deutsche Blick? Für in Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtige ist schon die gewöhnliche US-LLC ein Klassifizierungsthema (Stichwort Rechtstypenvergleich). Die Series LLC fügt dem eine weitere Ebene hinzu, zu der es schlicht keine deutsche Verwaltungspraxis gibt: Ist die Serie aus deutscher Sicht ein eigenes Steuersubjekt, eine Betriebsstätte, ein Sondervermögen? Niemand weiß es verbindlich. Wer als deutscher Steuerresident mit dieser Struktur liebäugelt, bewegt sich auf unkartiertem Gelände und sollte das nur mit spezialisierter Beratung tun. Für Perpetual Traveler und Auswanderer ohne deutsche Steuerpflicht stellt sich das Problem in dieser Schärfe nicht, aber auch sie sollten die Wohnsitzstaaten-Frage sauber prüfen.

Für wen sich die Florida Series LLC eignet

Die Struktur spielt ihre Stärken in einem klar umrissenen Profil aus:

Immobilieninvestoren mit mehreren Objekten mittleren Werts. Das ist der Lehrbuchfall. Viele ähnliche Vermögenswerte, jeweils mit wiederkehrendem Haftungsrisiko (Mieter, Besucher, Handwerker), jeweils einzeln nicht wertvoll genug, um den Aufwand einer eigenen LLC zu rechtfertigen. Der Ausrutscher eines Besuchers in Objekt 3 bleibt in Serie 3.

Unternehmer mit mehreren Geschäftszweigen. Wer unter einem Dach etwa einen E-Commerce-Shop, ein Beratungsgeschäft und eine Content-Marke betreibt, kann die Risiken der Zweige voneinander isolieren, ohne drei Gesellschaften zu pflegen.

Franchise- und Filialbetreiber. Mehrere Standorte, gleiches Geschäftsmodell, getrennte Risiken.

Familien-Investmentstrukturen und Fonds. Getrennte Vermögenstöpfe für verschiedene Familienmitglieder oder Anlagestrategien, bei Bedarf mit unterschiedlichen Membern pro Serie. Dass jede Serie eigene Member und Manager haben kann, macht die Struktur auch für Joint Ventures interessant: Ein Co-Investor kann auf Serienebene beteiligt werden, ohne in die Gesamtstruktur einzusteigen.

Für wen sie sich nicht eignet

Genauso wichtig ist die Gegenliste, und sie ist lang:

Anfänger und Erstgründer. Die Series LLC ist kein Einsteigerprodukt. Wer seine erste US-LLC gründet, braucht keine Serien, sondern eine sauber geführte, einfache Struktur. Die Komplexität der Trennungspflichten ist genau das Risiko, vor dem Floridas eigene Juristen jahrelang gewarnt haben.

Halter eines einzelnen hochwertigen Vermögenswerts. Bei einem Objekt gibt es nichts horizontal zu trennen. Und bei hohen Werten wiegt die ungetestete Rechtslage (dazu gleich) schwerer als die Gebührenersparnis. Hier bleiben separate LLCs mit ihrer jahrzehntelang bestätigten Rechtsprechung die robustere Wahl.

Gründer, die ein US-Bankkonto brauchen und im Ausland sitzen. US-Banken tun sich schon mit ausländisch gehaltenen Standard-LLCs schwer. Eine ausländisch gehaltene „Protected Series“ mit sperrigem Namenszusatz wird viele Bankberater schlicht überfordern. Es ist derzeit nicht einmal sicher, dass alle Banken überhaupt Verfahren haben, um Konten auf den Namen einer Serie zu eröffnen. Und getrennte Konten pro Serie sind, wie gesehen, keine Kür, sondern Pflicht.

Unternehmen mit Finanzierungsbedarf. Kreditgeber mögen keine Strukturen, die sie nicht kennen. Wer Fremdkapital aufnehmen will, muss damit rechnen, dass die Bank die Serienstruktur ignoriert und persönliche Garantien verlangt, womit ein Teil des Vorteils verpufft.

Geschäftstätigkeit in Staaten ohne Series-Gesetzgebung. Die Mehrheit der US-Bundesstaaten kennt keine Series LLC. Ob ein Gericht in einem solchen Staat den horizontalen Schirm einer Florida-Serie respektiert, ist offen. Wer bundesstaatenübergreifend operiert, trägt dieses Risiko.

Alle, die Asset Protection gegen persönliche Gläubiger suchen. Das ist ein verbreitetes Missverständnis. Der horizontale Schirm schützt Serien voreinander. Er verbessert nicht die Position des Gesellschafters gegenüber seinen eigenen, persönlichen Gläubigern. Im Gegenteil: Bei einer Single-Member-Mutter-LLC erlaubt Florida einem Gläubiger unter Umständen die Zwangsvollstreckung in den Gesellschaftsanteil selbst, und wer den Anteil an der Mutter-LLC übernimmt, greift potenziell auf sämtliche Serien durch. Die Serienstruktur repariert diese bekannte Schwäche der Ein-Personen-LLC nicht. Für eine Series LLC mit besserer Charging Order Protection weicht man hier nach Wyoming aus.

Die offenen Fragen

Zur Ehrlichkeit gehört, dass die Series LLC ein statutarisches Versprechen ist, das die Gerichte noch nicht eingelöst haben. Drei Baustellen sollte jeder kennen, der die Struktur ernsthaft erwägt:

Keine Rechtsprechung. Der horizontale Schirm existiert in manchen Staaten seit 1996, hat aber landesweit erstaunlich wenig Fallrecht produziert. In Florida gibt es naturgemäß noch gar keines. Separate LLCs bieten dieselbe Trennung über getrennte Rechtspersönlichkeit, abgesichert durch Jahrzehnte an Präzedenzfällen. Die Series LLC bietet sie über einen Paragrafen, den noch kein Florida-Gericht ausgelegt hat.

Insolvenzrecht. US-Bundesinsolvenzrecht bricht State Law. Ob eine Insolvenz der Mutter-LLC die Vermögenswerte aller Serien in die Masse zieht oder ob jede Serie als eigener Schuldner behandelt würde, ist ungeklärt. Selbst die Verfasser des UPSA-Modellgesetzes räumen diese Unsicherheit ein.

Charging Orders. Wie Floridas Charging-Order-Schutz mit der Serienstruktur zusammenspielt, also ob der Gläubiger eines Members nur die Mutter-LLC oder auch einzelne Serien erreichen kann, regelt das Gesetz nicht ausdrücklich. Auch das werden erst die Gerichte klären.

Fazit

Die Florida Protected Series LLC ist eine echte Bereicherung des Werkzeugkastens, aber ein Spezialwerkzeug. Für den Immobilieninvestor mit acht Ferienwohnungen an der Golfküste, der seine Buchhaltung ohnehin im Griff hat, ist sie ein eleganter Weg, acht Haftungshüllen zum Preis von einer Verwaltung zu bekommen. Für den Erstgründer, den Einzelobjekt-Halter und die meisten ortsunabhängigen Unternehmer mit Banking-Bedarf ist die klassische LLC, gegebenenfalls im Plural, weiterhin die richtige Antwort.

Florida hat seine Hausaufgaben gemacht: modernes Modellgesetz, saubere Integration ins bestehende LLC-Recht, unschlagbar niedrige Gebühren von 25 Dollar pro Serie. Was fehlt, sind zwanzig Jahre Rechtsprechung. Wer die Struktur heute nutzt, ist Early Adopter, mit allen Chancen und Risiken, die dieser Titel mit sich bringt.

Wenn du prüfen möchtest, ob eine US-LLC (mit oder ohne Serien) zu deinem Setup passt, findest du hier unsere Gründungsberatung. Und wer den Weg lieber komplett selbst geht: Die Neuauflage 2026 unseres Buchs „US LLC selber gründen“ behandelt die Florida Series LLC als erste deutschsprachige Anleitung überhaupt.

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Stand: Juli 2026.

AI Modified

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